Hallo Frederik, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei clockin kurz vor:

clockin ist ein appbasiertes Software System, das digitale Lösungen zur Zeiterfassung und Dokumentation anbietet. Es ersetzt die lästige Zettelwirtschaft von Unternehmen durch smarte digitale Prozesse. Wir sind ein junges Startup aus Münster, was bei Markteintritt direkt mit dem DWNRW-Award vom NRW-Wirtschaftsministerium ausgezeichnet wurde.

Welches Problem wollt Ihr mit clockin lösen ?

Viele Unternehmen versinken zunehmend in Bürokratie. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann steigender bürokratischer Aufwand durch neue Richtlinien zu einem lebensbedrohlichen Faktor werden. Mit clockin haben wir einen echten Bürokratie-Killer entwickelt, der völlig papierloses Arbeiten ermöglicht und bürokratische Aufwände wieder auf ein Minimum reduziert.

Wie ist die Idee zu clockin entstanden ?

clockin ist aus den Problemen eines klassischen Handwerkerbetriebes entstanden. Analoge Zeiterfassung und Dokumentation ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch anfällig für Fehler. Geschäftsführer Thomas Bittmann verbrachte viele Samstage damit, die Stundenzettel der Mitarbeiter händisch abzutippen und auszuwerten. So konnte es nicht weiter gehen. Da musste es doch eine digitale Lösung für geben. Eine mobile Zeiterfassung für die Mitarbeiter im Außendienst, die nahtlos mit dem Büro verbunden ist und Stundenzettel automatisch erstellt gab es schlichtweg nicht auf dem Markt. Deshalb hat sich Thomas Bittmann in westfälischer Manier kurzerhand mit seinem guten Bekannten Frederik Neuhaus zusammengetan und die Lösung dafür einfach selbst entwickelt.

Wie würdest Du Deiner Großmutter clockin erklären ?

Oma, du beschwerst dich ja immer, dass ich dich zu selten besuche. Das hat jetzt ein Ende! Ich habe nämlich jetzt viel mehr Zeit, weil ich den ganzen nervigen Papierkram meiner Firma jetzt von meinem Computer und meinem Smartphone machen lasse. Ich habe jetzt vom Büro aus alle Projekte meiner Mitarbeiter im Blick und kann viel einfacher koordinieren und steuern. Meine Mitarbeiter sind nun auch viel motivierter bei der Sache, weil sie keine Zettel mehr schreiben müssen und keine Überstunde mehr unter den Tisch fällt. Koche schonmal Kaffee. Ich komme gleich mit Kuchen vorbei.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Frederik Neuhaus verbrachte eine längere Zeit beruflich im Silicon Valley und brachte die dort häufig angewandte Lean-Startup-Methode mit nach Münster. Am Anfang ging es bei clockin, wie der Name schon sagt, nur um das Thema Zeiterfassung und dieses einzige Problem der Handwerkerfirma. Wir haben aber schnell das riesige Potenzial erkannt und wussten: Da geht noch mehr! Dann haben wir den Funktionsumfang von clockin in enger Abstimmung mit praktischen Erfahrungen erster Kunden immer weiterentwickelt. Mittlerweile bieten wir umfassende Lösungen für Mitarbeitermanagement und Einsatzplanung, Projektkalkulationen und Prozessanalysen.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

clockin kann man zunächst erst einmal 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Wir wollen Menschen von der Digitalisierung überzeugen. Deshalb sollen Sie uns erst einmal ausgiebig testen und die Vorteile von clockin kennenlernen. Wenn man clockin dann kaufen möchte, bildet sich der monatliche Preis aus der Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens und der Vertragslaufzeit. Gerade weil wir Unternehmen die Digitalisierung schmackhaft machen möchten, ist ein guter Kundenservice unverzichtbar. Der ist in allen Preismodellen immer enthalten und jederzeit bereit zu helfen.

Wie genau hat sich clockin seit der Gründung entwickelt ?

clockin wurde nach kurzer Zeit am Markt direkt vom NRW-Wirtschaftsministerium mit dem DWNRW-Award für besondere Innovationskraft ausgezeichnet. Dadurch erlangte unser Startup schnell Zugriff auf Fördertöpfe und tauchte auch auf den Radaren großer DAX-Unternehmen und Investoren auf. Anfänglich wurde clockin noch in einem kleinen Abstellraum in Thomas Bittmanns Handwerkerfirma in Ahlen entwickelt. Mittlerweile besitzen wir ein eigenes Office am Technologiehof in Münster.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Angefangen mit einem Mitarbeiter, arbeiten bei clockin mittlerweile über 15 Personen. Darüber hinaus sind wir Arbeitgeber für mehrere Werkstudenten und seit 2019 auch anerkannter Ausbildungsbetrieb für Azubis.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Ehrlich gesagt, ist eigentlich nichts wirklich richtig schiefgelaufen.

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und wir lieben es mit ambitionierten Unternehmen zusammenzuarbeiten, die Lust darauf haben. Wir bräuchten vielleicht längere Tage, um mehr arbeiten zu können. [lacht]

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Was wir anderen Startups als Tipp mit auf den Weg geben können: Setzt auf Praxisnähe. Das ist unser persönlicher Erfolgsschlüssel. Es bringt nichts, komplexe theoretische Lösungen zu entwickeln, die dann in der Praxis nicht funktionieren. Wenn ihr als Startup ein Problem lösen wollt, holt euch Menschen aus der Praxis dazu. Wir hatten auch Bedenken IT-Techniker und Handwerker an einen Tisch zu setzen und eine App entwickeln zu lassen. [lacht] Aber im Nachhinein ist diese wilde Mischung für unseren Erfolg verantwortlich.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

clockin wird von einem Investor Co-Finanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir wollen weiter wachsen und neue Branchen für uns erschließen. Aktuell entwickeln wir weitere Funktionen für automatisierte Abrechnungen und planen auch die Verwendung von KI für Analyseprozesse. Diesbezüglich arbeiten wir derzeit eng mit führenden deutschen Universitäten zusammen.

Vielen Dank für das Interview.

One thought on “clockin – die einfache und schnelle Zeiterfassung per App”

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