ObjectCode aus Lünen im Interview

Hallo Jörg, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei ObjectCode kurz vor:

Hallo, wir sind 15 Entwickler, die sich auf die Erstellung von 3D-Konfiguratoren spezialisiert haben. Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing kümmern sich darum, dass uns die spannenden Projekte nicht ausbleiben. Diese werden von unserer Projektleiterin betreut, die natürlich für Kunden und Entwickler immer ein offenes Ohr hat.

Unser Entwickler-Team beschäftigt sich täglich nicht nur mit der perfekten Produktdarstellung in 3D, sondern auch mit Themen wie Usability, Produktdatenverwaltung und Design. Ein Konfigurator ist nicht nur für die Leadgenerierung von Vorteil, sondern muss in den gesamten Vertriebsprozess eines Unternehmens eingefügt werden (z. B. Shop- oder ERP-Anbindung).

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Seit über 20 Jahren sind wir im E-Commerce / E-Business Zuhause. Jahrelang betreuten wir Kunden in Berlin (z.B. ImmobilienScout24). Die Begleitung von großen Plattformen war unser Hauptgeschäft. Da diese Unternehmen ihre eigenen Entwicklungs-Teams aufbauten, war es für uns an der Zeit, neue Wege zu gehen. 2016 konnten wir erfolgreich die ersten beiden Großprojekte für 3D-Konfiguratoren aufsetzen und begleiten diese heute noch. Mittlerweile sind neue Kunden dazugekommen und die Anfragen brechen nicht ab.

Welches Problem wollt Ihr mit ObjectCode lösen ?

Die Gesellschaft nutzt täglich das Internet, meist mobil. Die klassischen Vertriebswege werden bzw. sind schon stark ergänzt.

Unsere Erfahrung im eCommerce ist vielfältig. Jedoch konnten wir immer wieder sehen, dass manche Produkte einfach Schwierigkeiten hatten, komplett dargestellt werden zu können. Konfigurierbare, individuelle oder auch „Möbel nach Maß“ hatten kaum eine Chance, erfolgreich im Online-Shop vermarktet bzw. verkauft zu werden. An dieser Stelle kommen unsere 3D-Konfiguratoren zum Einsatz. Dabei ist der eigentliche Konfigurator nur der Rahmen. Der wichtigste Faktor ist die visuelle Darstellung der Produkte in 3D. Diese sollten so real wie möglich dargestellt sein, damit der Endkunde einen Nutzen hat. Schließlich designt er sein Produkt und sieht es online, genauso, wie es geliefert werden soll.

Wie ist die Idee zu ObjectCode entstanden ?

Eine befreundete Agentur hatte sich auf Renderings spezialisiert und wurde immer wieder danach gefragt, ob sie auch die Konfiguratorsoftware liefern könnten, in denen die Rederings gezeigt werden sollten. Sie kamen wegen einer Kooperation auf uns zu.

Wie würdest Du Deiner Großmutter ObjectCode erklären ?

Ich würde Ihr erzählen, dass wir helfen, alle Variationen z. B. einer Couch, in einem Werbeprospekt abzubilden. Das Werbeprospekt ist das Internet. Jede Kombination von Farbe und Stoff fotografieren wir am PC. Es ist bei den meisten Produkten unmöglich, alle Couch-Variationen zu produzieren und real zu fotografieren. Zum Beispiel stehen 10 Farben und 5 Stoffe zur Auswahl. Der Hersteller müsste 50 mal die Couch erst produzieren und dann fotografieren. Das kostet zu viel Zeit und Geld. Wir machen es schneller und fürs Internet.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

2012 sind wir noch experimentierfreudig an das Thema „3D-Konfigurator“ gegangen. Mittlerweile ist es ein starker Markt geworden. Dazu haben wir gelernt, dass wir verschiedene Zielgruppe ansprechen. Dementsprechend wurde aus der individuellen Entwicklung in einer Branche, ein Produkt – der OC.Schrankkonfigurator. Eine fertige Lösung für den schnellen Einsatz. Diese Produktifizierung begleitet uns aktuell intensiv.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Momentan entwickeln wir hauptsächlich individuell – so dass jedes Projekt vorab in einem Konzept mit den Kunden erarbeitet wird. Mit dem OC-Schrankkonfigurator beginnen wir jedoch, eine fertige Konfigurator-Lösung auch als Mietmodell anbieten zu können.

Wie genau hat sich ObjectCode seit der Gründung entwickelt ?

Da unsere Gründung bereits seit 01.05.1998 zurückliegt, haben wir unseren Fokus 2012 geändert. Vorher unterstützten wir namenhafte Plattformen in Berlin. Durch Umstrukturierungen bei den Kunden und der Entfernung von Lünen nach Berlin, wurde die Zusammenarbeit freundschaftlich aufgelöst. Wir verkleinerten uns erst einmal und zogen aus der Lüner Innenstadt, ins grüne Lünen-Brambauer. Unser Standort im LünTec profitiert von der Ruhe, die vorher in der Innenstadt vergebens war. Und natürlich von ausreichend Parkplätzen, die auch ein Manko mitten in Lünen waren. Unsere Anbindung ist für alle Kollegen optimal, da die wichtigsten Autobahnverbindungen in der Nähe zu erreichen sind.

Durch einen Geschäftskontakt sind wir auf die Themen 3D-Produktvisualisierung und 3D-Konfiguratoren aufmerksam geworden. So sind wir ins 3D-Marketing reingerutscht. Recht erfolgreich, wie wir auch an den Anfragen merken können.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Aktuell sind wir 20 Kollegen. Am Standort in Lünen hält unsere gute Seele Jennifer alles im Griff. Die restlichen Kollegen sind im Homeoffice deutschlandweit verteilt.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Die Umbruchphase von der Software-Entwicklung für Internet-Plattformen hin zu Konfiguratoren war geprägt von Experimenten, die natürlich auch schiefgingen, meistens, weil wir nicht richtig stark in Business-Development und Marketing waren.

Bei den ersten Konfigurator Projekten lagen wir mit unseren Einschätzungen manchmal kräftig daneben und haben uns blaue Augen geholt.

Heute wissen wir, wovon wir reden. Das ist ein großer Vorteil von Fokussierung.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Fokus – Fokus – Fokus.

Damit ist es möglich, Erfahrung zu sammeln, seine Zielgruppe wirklich kennenzulernen und Prozesse und Produkte zu finden, die tragfähig sind.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Nochmal: Fokus 😉

Und: Wir sind organisch gewachsen, langsam. Damit haben wir uns nicht überfordert.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Organisch.

Wir geben nur aus, was wir eingenommen haben.

Das halten wir auch für genau richtig.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir planen, einen Konfigurator als Produkt zu veröffentlichen, der mächtig genug ist, viele Kundenanfragen abbilden zu können und einfach genug, um leicht bedienbar zu sein.

Vielen Dank für das Interview.

2 thoughts on “ObjectCode aus Lünen im Interview

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Social profiles

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.